WISSENSWERTE FREISINGER BIERGESCHICHTEN´Teil 1
 
Geschrieben von Martin am Samstag, 02. April 2005

Freising Inside(r)

Wie der Eisbär ins Huber Weisses kam!

Der Bär (den man vom Freisinger Stadtwappen und als Tiergroße Statuen in der Stadt bewundern kann!) ziert nun auch seit vielen Jahren das Logo des Freisinger Kultweißbieres der gleichnahmigen Brauerei, der / das Weissbräu Huber  bzw. Huber Weisses.
Bis 1937 wurde das Wappentier der Stadt Freising, nämlich der Bär des Heilligen Korbinian, als Logo verwendet.




Hier nun die Erklärung wie der derzeitige Eisbär ins Huber Weisse kam:

Herr Nikolaus Huber, der verstorbene Eigentümer der gleichnamigen Brauerei, berichtet uns im Jahre 1968:
"Wissen Sie, als ich 1936 von meinem Vater die Geschägtsführung unserer Brauerei übertragen bekam, hat mich der freisinger Bär in unserer Reklame etwas gestört. Ich fragte seinerzeit meinem Bruder Xaver: " Was hat eigentlich ein Braunbär auf einem Weißbierplakat zu suchen? Wenn dann sollte es doch ein weißer Bär sein."
Er hat sich über diese meine Anschauung nicht sehr gefreut, hat sich aber dann doch überzeugen lassen und ist mit mir nach München in den Tierpark Hellabrunn gefahren. Dort haben wir dann einen Eisbären fotografiert. Während des Fotografierens ist übrigens ein Zoowärter des Weges gekommen, der uns darauf aufmerksam machte, das Fotografieren nicht gestattet ist. Hier half mir mein Bruder Xaver, indem er etwas von einem Besuch uas Brasilien erzählte und um Verständnis bat. Er drückte ein Auge zu und wir knipsten weiter munter drauf los. So kam die Bärin  Senta aus dem Tierpark Hellbrunn auf die Plakate der Weissbierbrauerei Franz Xaver Huber, auf denen sie seithjehr immer noch present ist."

Wissenswertes Weissbräu Huber
Die Weissbierbrauerei entstand am Büchl (so nennt sich der Straßenname, wo sich der "Huaba" befindet!), im jahre 1860. 1883 ging die Brauerei an die Familie Grötsch über, von der sie der Wirtspächter Franz Xaver Huber aus Palzing, kaufte. 1967 nach Xaver & Nikolaus Hubers Tod, kamen die Braurechte an das Gräfliche Hofbrauhaus Freising des Grafen Guy Graf von Moy (Mein Bier -Moy Bier). 1976 wurde aus Platzmangel die Produktion ins Hofbrauhaus verlagert, 1982 die Imobilie von Graf Moy gekauft. Bis 1998 befand sich das Hofrbrauhaus im Besitz der Familie der Grafen von Moy.1998 gelang es in den Besitz an die Familie des Grafen von Toerring (beheimatet im Land Pfaffenhofen a.d.Ilm).
Seit 1982 ist der "Weißbräu Huber" dier Herberge der Bavaria Studentenverbindung, dem ältesten noch im gleichen Gasthaus bestehenden Stammtisch der Welt.
Auch residiert hier die Königliche Bayrische Regierung in Gestalt des König -Ludwig-Vereins, seit vielen Jahren. 
Neben den echten alten Freisinger sowie auch Studenten, residert im Huaba alles was Rang und Namen oder gar nichts hat.
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Ein Wort zum Weihenstephaner Weissbier, das seit Mitte der 70er Jahre sehr bekömmlich geworden ist:
Das liegt laut den ehemaligen Brauereiangestellten des Huber und der Staatsbrauerei, daran, das der damalige letzte Braumeister der Huber Brauerei nach Weihenstephan gewechselt hat und somit die Wiedergeburt des Weihenstephaner Hefeweizen gelungen ist. 
 

Noch ein Werbe Slogan der Schlossbrauerei Au in der Hallertau (Lkrs. Freising) bezüglich des (W)Eisbären des Hofbrauhauses:

"Wer Bock auf Weissbier hat, der läßt sich keinen Bären aufbinden!"

Info: Das Logo der Schloßbrauerei Au ist ein Steinbock!

Autor: Berni Thomas (Echter Freisinger, Huber Stammgast & Gschichten Erzähler)
Mitglied der FH Kapelle & Uni Big Band Weihenstephan



 

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