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B wie Biergarten
Der bayerische ehemalige Wirtschaftsminister mit dem für seine Institution genialen Namen "Wiesheu" vertritt die These, daß der bayerische Mensch ab dem Moment in den Biergarten geht, wenn ihm das Bier nicht mehr gefriert. Das ist, je nach Sorte, so Wiesheu, ab zwei Grad der Fall, spätestens bei drei Grad. Bürokratische wie juristische Einschränkungen dieses Grund- und Menschenrechtes nimmt selbst der bayerische nur unter Ausrufung einer Revolution hin, so geschehen in der Biergartenrevolution vom 12. Mai 1995, der ersten Revolution in Bayern, die gesieg hat - allerdings auch nur weil sich der "Hexer von Wolfratshausen" (Edmund Stoiber), an die Spitze der Revolution gesetzt hat und somit mit einem historisch einmaligen Vorgang die Exekutive mit der revolutionären Klasse verschmolzen hatte womit überhaupt kein Gegner nehr übrig geblieben war.
Auch findet sich im repräsentativ durchschnittlichen Biergartentyp relativ wenig revolutionäres Potential:
Er ist ledig, 49 Jahre alt, verfügt über ein gutes Einkommen und eine etwas weniger gute Bildung. Selbst der von anderer Schule innerhalb der Biergartensoziologie eruierte Gegentyp, der deutlich jüngerer Zopfträger, der mit dem Geländewagen sich an den Biergarten heranschiebt , greift eher zum Handy und sagt , das er da ist - im Biergarten nämlich, als daß er ein Tranparent in die Hand nimmt.
B wie Blaskapellen
Klingen, so ähnlich, wie Gerhard Polt das phonetisch umsetzt: " Mpftarara mpftarara mpft mpfta mpftarara usw." und aber auch "Umpftara rumpftätära rumpf, rumpf umpf rärumpf....!" Das Bayerische wird hier endgültig zur konkreten Poesie des "Dada", irgenwie schön, zumindest für den, dem die Devise etwas sagt:
"Wems gfoit, für den is Hechste!" (Wem es gefällt, für den ist es das Höchste!")
Am Mittwoch geht wieder weiter mit B wie Breiss
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Wenn man zwischen 1960 und 1985 abends die Alte Poststraße in Freisings
Stadtteil Neustift, entlang lief und schließlich an einer
gutgehenden Bar am Eck und Gegenüber der Neustifter
Kirche vorbei kam - mußte man sich fast sicher
entschließen, dieser Wirtschaft einen Besuch zu machen. Dort ging die
Post ab, überfüllte Räumlichkeiten, gute Musik, gutes Publikum (vom
Neustifter Bauern bis zum Freisinger Promi) - alle waren sie da, und
natürlich leicht bkleidete Damen, die so mancher Gast nicht mehr aus
den Augen ließ. "Dschungelbar" nannte sich die erstmalige bekannte
Freisinger Boazn - die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt
war.
Rund 10 Jahre später - nachdem der letzte Gast sein Original Moy Bier
runter gschwoabt hatte, eröffnete in diesem Räumlichkeiten 2
Weihenstephaner Studenten, den meisten unter Eku und Dino bestens
bekannt, das mittlerweile zur gutgehenden (nicht nur) Studenten
und Kultkneipe gewordene B- Trieb.
Die Zeiten als sich noch Bauernsohn und Großgrundbesitzer, Stadtrat und
Bauunternehmer oder Penner und Bauarbeiter zum Gegenseitigen Trinken
aufgefordert haben, sind nur fast vorbei - Getrunken wird immer noch -
und zwar bestimmt nicht wenig, aber das Publikum hat sich a bisserl
geändert. Nun trifft man die Jungen und alten echten Freisinger
genauso wie Aktive und Ehemalige Studenten.
Das Moy Bier (jetzt Hofbrauhaus) ist verschwunden, stattdessen wird
Paulaner Weissbier vom Faß und des guade Auer Hell ausgeschänkt. Aber
auch die Cocktailkarte kann sich sehen lassen: Neben den bekanntesten
und besten Standarts Cocktails, verzeichnet auch die Getränkekarte des
B-Triebs Klassiker wie "Wachturm" oder das vom Autor des Textes
heißgeliebte und rauschgefährdete "Betriebsöl".
Aber auch sonst gibts Bier und Schnaps, Wein und Anitalkohol im
Überfluss und neben Chicks auch was gscheids zum Essen wie Burger usw.
Wer nicht einfach da sitzen möchte und der Musik heimischer DJs lauschen
möchte (übrings jeden Tag wird etwas anderes aufgelegt!!) kann sich auch
der Kickerei (Kickerkasten) oder dem Billiard und Dart - Spiel widmen.
Nicht zu vergessen sind die HIGHLIGHTS des B-Triebs, die in Form von verschiedenen Partys stattfinden.
Die nächste ist ein Live Musik Konzert der Kranzberger Rockband
"TESTBILD" am Samstag, den 10.Dezember 2005 . Ein Genuß an Musik
für Freunde der B-Trieb - Live Musik Abende.
Und natührlich sei auch gesagt für alle die es noch nicht kennen - das
es Sinn macht am 24. Dezember 2005 ab 11.00 Uhr Vormittags dort vorbei
zu schauen, denn nebem Weissbier und Weisswürscht findet dort auch ein
Jahrelanger Kult Event statt. Eiso schauts vorbei!!
Mehr Infos, Anfahrt und Bilder gibts auf der Homepage
Adresse:
B-TRIEB
Alte Posstraße 99
85356 Freising/Neustift
Tel:08161 - 69 39 4
www.b-trieb.com
Also, da muß man gewesen sein, wenn man von sich behaupten möchte - in Freising studiert und gefeiert zu haben.
Was geht ab in Freising / Kultkneipen im Portät / ist eine
Serie von bernibierorgler und erscheint alle 4 Wochen
auf www.myfreising.de
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BAYRISCH LEXIKON / B wie Beckenbauer (Fun)
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B wie Beckenbauer (Lichtgestalt)
Rein begrifflich relativ nahe an einem Engelswesen, von denen es in Bayern so viele gibt wie kaum irgendwo anders, aber in Ermanglung von Engelswesen, die auch einer säkularisierten Geselschaft einleuchten, muß man auf Lichtgestalten wie Franz Beckenbauer zurückgreifen, um so etwas wie Lichtgestalten zu haben. Außerdem ist die Lichtgesalt auch noch Kaiser und ergänzt solchermaßen den im Grunde einzigen bayrischen Kaiser um einen zweiten: dazu einer der wenigen bayrischen der zugleich Kosmopolit ist, jedenfalls spielte er auch beim FC Cosmos New York - obgleich er aus Giesing (Glasscherbenviertel) kommt.Sein Nachfolger als Bundestrainer, Berti Vogts, der Weltweise aus Kerchenbroich, zu aktiven Zeiten ob seiner Spielweise noch als lebender Rasenmäher charakterisiert, sagte selbst zum Verhältnis zwischen sich und der Lichtgestalt: "Wenn ich komme - muß ich erst mal den Lichtschalter suchen!"
Spiele die dem Kaiser nicht gefallen, bezeichnet er als Begegnungen zwischen Ober- und Untergiesing, worüber regelmäßig der Vorsitzende von Obergießing verärgert ist. Schließlich entstammt der Franz "der Giesinger Fußballwelt." Eigentlich müßte es aber von seiner Herkunft her ein Löwe sein, aber wie viele Parvenüs will er davon nichts mehr wissen und hält stattdessen den "Stanglwirt", seiner Stammwirtschaft bei Kitzbühl, für etwas Volkstümliches. Ein dummes biographiisches Moment verhinderte seinerzeit den Wechsel von Giesing zu den Löwen, die auch aus Giesing sind, weil ihm einmal ein Löwe eine Watschn gegeben hat. Also ging er zum FC Bayern. Seine fußballerisch größte Tat war es, einen Ball von einem Weißbierglas in das Loch der Torwand des ZDF zu treffen.
B wie Berge
Der Bayerische geht nicht "ins Gebirg" und schon gar nicht "hoch", er geht "in´d Berg" .
Die wollen freilich Respekt: "Die Berge schauten her und drohten: Bewundert uns!" - schreibt der Münchner Schriftsteller Hermann Lenz, der freilich ein Schwabe war. Und Ödön von Horvath fragt in "Der ewige Spießer: Was ist der Mensch neben einem Berg?" und die Antwort lautet: " Ein großes Nichts - ist der Mensch neben einem Berg!"
Am Montag gehts wieder weiter mit Erklärrungen zu B wie Biergarten und B wie Blaskapellen! Bayrisch Lexikon ist eine Nicht Ganz Ernst - Zu Nehmende Serie von bernibierorgler und erscheint immer Montag und Mittwochs auf www.myfreising.de
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B - wie Beamter (bayrischer)
"Lieber ein
Idiot als ein Beamter" sagt Heinz Braun, Maler, Freund Herbert
Achterbuschs und sein Leben lang Briefträger. Von Identitätsproblemen
wird freilich auch er nicht verschont: "Ich will nicht immer der vom
Herbert sein- ich bin der Heinz!" In seinen Bildern wackelt die
Landschaft, der Filmmacher Vlado Kristl schreibt über ihn: "Heinz geht
wie eine maskulin geratene Flussfee, mehr Nilpferd, witternd durch die
ihm fremd gewordene Welt seiner Väter. Er wartet mit den Farben so
lange sinnlos herum, bis das Tageslicht erlischt, öffnet dann sein
Herz, um die Nebel zu berhergen. " Praktisch also der Gegentypus
zum "Beamten", von dem im "Beamtenmikado" genannten Speil derjenige
verliert, der sich als erstes rührt.
Bayrischer Beamten Witz
Am Ende des Arbeitstages treffen sich zwei Beamte.
Fragt Beamter Nr.1: "Und was hast denn heut alles gmacht?"
Beamter Nr.2 antwortetet nach längerer Überlegung: "Äh....Fliang gfangt!"
daraufhin Beamter Nr.1: "Und...sonst nix??"
Beamter Nr.2: "Doch - A Weps war aa dabei..!"
Am Mittwoch gehts wieda weida, mit B wie "Beckenbauer"!
BAYERN LEXIKON ist eine Serie von bernibierorgler und erscheint immer Montags und Mittwochs auf myfreising.
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