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BAYRISCH LEXIKON / B wie Bayerisch, bayrisch oder bairisch (Fun)
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B wie Bayerisch, bayrisch oder bairisch
Bairisch
oder bayrisch oder bayerisch: Wenn man es nur hört, merkt man noch gar
nicht die Unterschiede, die darin stecken: Schreibt man es mit "i" oder
mit "y" und oder mit "e" nach dem "i" oder "y"? So geht es los und hat
auch schon auschlaggebende Bedeutung, weil man es mit "y" erst seit
Ludwig I. schreibt, der in Griechenland so sehr geliebt hat, daß
er dort nicht nur einen Wittelsbacher auf den Thron gesetzt, sondern
als kleine bescheidene Gegengabe, einen kleinen bescheidenen
Buchstaben, nämlich das griechische Ypsilon nach Bayern geholt hat,
welches fortan das bairische "i" zum nun ebenfalls bayrischen "Y"
geadelt hat. Seither wird "bairisch" mit "i" üblicherweise nur noch für
die bairische Sprache gebraucht.
Wer sich jetzt wundert, sollte freilich nicht vergessen, daß bayerische
Stammesbildung sich schon historisch absolut heterogen vollzogen hat,
im Grunde ein Urmodel multikultureller Zusammenballung und Vermischung
und das schon immer. Freilich liegt manches im Dunkel. Wir wissen
soviel über die Ägypter, auch über die Babylonier, sogar über die
Hetither, wir wissen fast alles über die Griechen und mehr noch über
die Römer, aber über die Bayern wie sie zustande gekommen sind - wissen
wir nichts. "Unglückliche Quellenlage", wie der Historiker solche Lücke
bezeichnet, doch gilt und vorallem gerade auch in der Didaktik der
Geschichte der "Mut zur Lücke" - als beflügelndes Wort, wenn sogar
nicht Gebot.
Das BAYRISCH LEXIKON ist eine Serie von "bernibierorgler" und
umschreibt und beschreibt wichtige Wörter, Gegebenheiten, Dinge,
Eigenschaften u.a. über die Bayern und das Bayrische.
Die Serie erscheint immer neu Montags und Mittwochs auf www.myfreising.de
Die Nächsten Beschriebungen:
Beamter (bayrischer)
Beckenbauer (der Erste)
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Servus Freunde der Bayrerischen Aufklärungsberichte!
Leider
war ich letzte Woche verhindert - gesundheitlich verhindert - so das es
jetzt aber zünftig weitergeht mim "Wir lernen Bayrisch - Zu Verstehen
bzw. Die Bayern - zu verstehen!!":
B wie Bauern Es
gibt keine geselschaftliche Gruppierung in Bayern, der die einzige
staatstragende Partei in solcher Weise zugesetzt hat wie den Bauern,
aber trotzdem stehen die verbleibenden Bauern geschlossen hinter hinter
dieser Partei. Auch wenn sie jedesmal aus dem Wahllokal herauskommen
und gewaltig fluchen müssen, über sich, über Gott und die Welt und die
einzige staatstragende Partei: "Kruzefix, des war des letzte mal - das
ma de g´wählt ham!" Nach diesem Akte nebst der dazugehörenden
Verfluchung wird ins Wirtshaus gegangen (sogenannte
Konfliktbewältigung!).
Allerdings gibt es auch keine andre
Partei für die Bauern, und warum das so ist, erzählt Herbert Riehl -
Heyse seinen Lesern von der Süddeutschen Zeitung anhand eines Besuches
beim Kreisobmann des Bauerverbandes im Oberland Toni Miller. Toni
Miller wollte schon einmal eine eigene Bauernpartei gründen, und wie
sich Kanzler Kohl und die CSU auf dem Heilligen Berg (Andechs) trifft,
steht er ganz vorne an der Spitze der Protestierenden.
Aber er ist selber in der CSU, weil "die
Bauern konservativ sind und hohe geselschaftliche Werte vertreten wie
die Religion und das Eigentum"!
Und er protestiert auch nicht gegen den
Stoiber ( der ja momentan eh an Vogel abgschossen - "Ich leide wie ein
Hund"!), weil der Stoiber ja auch gegen Europa ist, sonder er ist
gegen den (damaligen) Landwirtschaftsminister Bocklet , weil Bocklet
seine Politik auf dem Buckel der kleinen Bauern macht, also heißt die
Devise: "Stoiber wählen, Bocklet stürzen! - "Verstehst?"- fragt
sicherheitshalber der Kreisobmann des Bauernverbandes den
berühmten Reporter nach, der schon mal Chefredakteur beim Stern gewesen
ist. Freilich versteht der ihn: " Wir reden von Dialektik!". Nach der
Wahl, die Stoiber natürlich gewinnt, ist Bocklet nicht mehr
Landwirtschaftsminister.
Nächste Woch gehts, ab sofort Montags und Mittwochs weida - mit Begriffen wia:
Bayer
Bayerisch, bayrisch oder bairisch
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Machts ´es guad und trinkts a Hoibe und schwobt´s ´as obe!
(dtsch: Laßt es euch gut gehn - und trinkt eine Halbe - zum runterspülen)
Bis dann
Der AUTOR
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A wie "Als"
Im
Bayerischen ersetzt durch "wie". Wer sich also im folgenden über den
vermeintlichen falschen Gebrauch des "wie" mokiert, soll aufhören, die
Bayerischen despektierlich für Barbarische zu halten und sich statt
dessen seiner eigenen imperalistischen haltung bewußt werden und zum
Beispiel unter "Sprache" weiterlesen, weil das Bairische viel älter ist
als das sogenannte Hochdeutsche und überhaupt wesentlich
literaturträchtiger. Vorbeugend sei hier noch gesagt, daß man sich
gelgentlich zum Kompromiß einer Verdopplung herbeiläßt und "als wie"
sagt, also zum Beispiel: "So einen schönen Rausch als wie heut
hamma scho lang nimma ghabt."
A wie "Ammersee"
Neben
dem Starnberger See der zweite große See im Südwesten von München, ein
schöner See, der aber gelegentlich für seltsame Reime herhalten muß. In
Georg Queris "Bauernerotik" sind folgende Verse zu lesen: " Am
Ammersee, am Ammersee / de reckn d´Fisch dee Schwänz in d´Höh. /
Wann ih zu meiner Kathi geh, gehts mir wia de Fisch am Ammersee." Nicht
schlimmer sind die Verse, die Karl Valentin in das Stammbuch auf dem
Nockherberg hineingeschrieben hat: "Blick ich von dieser Gipfelhöh /
dann seh ich keinen Ammersee / nur den besoffenen Alise."
A wie Anarchie
Bevorzugte
Staatsform in Bayern. Sechzig Prozent aller Bayern sind Anachisten,
sagt der Schriftsteller Herbert Achterbusch, und die wählen alle CSU.
Von daher nimmt es nicht wunder, wenn Peter Gauweiler einstiger
Hoffnungsträger der CSU, sagt, nein wieder einmal aussagen muß,
wenn wieder einmal was aufkommmt, nämlich Dokumente aus Ex - DDR
Archiven, daß er 1988 die DDR Führung vor einer Anarchie a la
Gorbatschow gewarnt habe. " Das darf es doch nicht geben"
habe Gauweiler nach einer Veranstaltung in den Münchner
Kammerspielen zu Klaus Höpcke, seinerzeit DDR Vize Kultusminister,
gesagt, meldete jedenfalls Klaus Höpcke der SED Führung. Schmarrn,
schmarrn sagt Gauweiler, allenfalls habe er einmal zu Gorbatschow
gesagt, daß "wir in Bayern die These haben: Mia brauchn a Anarchie
und an starken Anarchen!" Und Parteifreund, sagt der starke Anarch, ist
nichts anders als ein "Codewort für Hinterfotzigkeit."
Nächste Woche im Bayern Lexikon:
B wie
Bauern
Bayer
Bayerisch, bayrisch oder bairisch
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Wenn man stadtauswärts, also beim Weissbräu Huber vorbei- geradeaus
über die Korbinians (Apotheke) Kreuzung- Richtung Neustift -
300m fährt, kommt in der Landshuterstraße links am Eck (einfahrt
zum Herrenweg, an der Moosach und neben der Studentenverbindung
Donaria A.V.), ein altes Gemäuer - Gebäude zum vorschein, an
dem Tag aus Tag ein Licht brennt und in Freising ein schon
nicht mehr Geheimtipp des Nachtlebens ist: Das Abseits.
Woher der Name stammt und wie es dazu gekommen ist, könnt ihr auf der Homepage nachlesen.
Jedenfalls
sei gesagt, das diese Freisinger Lokalität es in sich hat und für
eine bestimmte Personenschicht (studenten :-) , punks, alternative
freunde, mittelalter club und alte Freisinger) sich
zur Kultlocation entwickelt hat.
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